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„Ich fange nicht beim Nullpunkt an, sondern kann auf dem aufbauen, wofür meine Vorgänger im Amt, Thorsten Aymanns und Andreas Frick, in guter Weise den Boden bereitet haben“, sagt Pfarrer Jan Nienkerke. Foto: Bistum Aachen/A. Steindl

Bischof Dr. Helmut Dieser ernennt Jan Nienkerke zum Generalvikar

Jan Nienkerke, langjähriger Pfarrer, Regionalvikar und Diözesanrichter wird neuer Generalvikar im Bistum Aachen. Der 52-Jährige leitet seit 2022 als Regionalvikar mit dem Regionalteam die Region Kempen-Viersen und war zuvor Leiter verschiedener Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) am Niederrhein. „Dass der Bischof mir dieses Amt anträgt, werte ich als großen Vertrauensvorschuss“, sagt Jan Nienkerke. Ich freue mich darüber, dass unser Bischof das Bistum Aachen gemeinsam leiten und dabei das synodale Element weiterentwickeln und stärken möchte. Dazu gehört auch eine gute Teamkultur.“ Bischof Dr. Helmut Dieser freut sich auf die neue Zusammenarbeit. „Mit Jan Nienkerke weiß ich einen erfahrenen Seelsorger im Amt des Generalvikars an meiner Seite, der zugleich die Notwendigkeit sieht, dass wir uns auf vielen Ebenen des Bistums verändern müssen.“

Mit Antritt des neuen Generalvikars, der am 16. August dieses Jahres feierlich im Hohen Dom zu Aachen eingeführt werden soll, haben sich Bischof Helmut Dieser und Generalvikar Jan Nienkerke darauf verständigt, die Verantwortung für die strategische Führung des Veränderungsprozesses „Heute bei dir“ künftig im neu zu bildenden Stab des Bischofs anzusiedeln. Dort übernimmt mit Dr. Arnd Küppers ein erfahrener Theologe und Sozialethiker als Leiter der Stabsabteilung die Verantwortung für die Weiterführung des Reformprozesses. Darüber hinaus wird er auch die Bischöflichen Visitationen, das heißt die turnusmäßigen Besuche und Gespräche von Bischof und Weihbischof in den Pastoralen Räumen, vorbereiten. 

Für Bischof Helmut Dieser weist die künftige Struktur auf eine noch engere Verzahnung der inhaltlichen Arbeit zwischen Bischofsamt, Generalvikar und Bischöflichem Generalvikariat hin. „Es geht darum, dass wir die Wirkkraft der Seelsorge in den Pastoralen Räumen beflügeln“, sagt der Bischof. „Dies gelingt vor allem dann, wenn wir Menschen begeistern, sich an vielen Orten von Kirche zu engagieren und Begegnung spürbar wird.“ Im Stab des Bischofs wird Resi Conrads-Mathar, bisher Persönliche Referentin von Bischof Dieser, künftig die Aufgabe der Geschäftsführerin des Bischofsbüros und des Stabs übernehmen. „Ich danke Bischof und Generalvikar dafür, bei der Verwirklichung der Vision und dem damit verbundenen synodalen Leitungsverständnisses unterstützen zu können.“

Mit der Einführung von Generalvikar Jan Nienkerke Mitte August wird Bischof Dieser zugleich den bisherigen Generalvikar Thorsten Aymanns feierlich verabschieden. „Thorsten Aymanns bin ich überaus dankbar, dass er seit Mitte Januar das Amt des Generalvikars sehr zuverlässig und vertrauensvoll ausgeübt hat.“ Hannokarl Weishaupt bleibt auch weiterhin stellvertretender Generalvikar.

Zur Vita Jan Nienkerke

Jan Nienkerke wurde 1972 als ältestes von vier Kindern der Familie in Mönchengladbach-Rheydt geboren und wuchs in Hückelhoven-Baal auf. Nach dem Abitur 1991 am Cusanus-Gymnasium in Erkelenz begann er das Theologiestudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn und wechselte im Frühjahr 1994 an die Albert-Ludwigs-Universität nach Freiburg. Nach dem Diplom 1997 in Bonn hat er das pastorale Jahrespraktikum in Liebfrauen (St. Mariä Himmelfahrt), Krefeld, verbracht.

Nach dem Wechsel ins Aachener Priesterseminar und der Diakonenweihe 1998 war er in St. Michael mit St. Aposteln und Herz Jesu in Aachen-Burtscheidt eingesetzt. Im Anschluss an seine Priesterweihe 1999 wurde er Kaplan in St. Clemens, Süchteln, und St. Franziskus, Süchteln-Vorst. 2003 wechselte er nach St. Helena, Rheindahlen, und war in der Seelsorge in St. Mariä Heimsuchung, Hehn, und in den umliegenden Orten eingesetzt. Gleichzeitig nahm er berufsbegleitend das Aufbaustudium im kanonischen Recht an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf, das er 2005 mit dem Lizenziatsabschluss beendete.

2005 wurde Jan Nienkerke als Pfarrer in St. Laurentius, Mönchengladbach-Odenkirchen, und als moderierender Priester der Seelsorge nach can. 517 § 2 des Kirchenrechts in St. Michael, Kamphausener Höhe, eingesetzt und später auch Leiter der GdG Mönchengladbach-Süd. Gleichzeitig ernannte der Bischof von Aachen ihn zum Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat in Aachen, wo er seit 2011 auch als Vize-Offizial tätig war und überwiegend den Vorsitz in kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren führte.

2015 wechselte Pfarrer Nienkerke in die Pfarrei St. Cornelius und Peter nach Viersen-Dülken und wurde Leiter der dortigen GdG. Anfang 2022 trat er die Nachfolge von Pfarrer Johannes Quadflieg als Regionalvikar für die Region Kempen-Viersen an und war gemeinsam mit Gabi Terhorst und Harald Hüller im dortigen Regionalteam tätig. Zusätzlich übernahm er nach der Verabschiedung der dortigen Pfarrer in den Ruhestand seit dem Jahresbeginn 2024 die Pfarradministration in Niederkrüchten und Elmpt.