Ehrenamt in der Kirche: Lebendige Kommunionkatechese als wirksames Zeichen des Glaubens
Viele Menschen möchten sich heute gern einbringen, etwas Sinnvolles tun und Gemeinschaft gestalten – wissen aber oft nicht, welche Möglichkeiten es dafür zum Beispiel in einer Kirchengemeinde gibt. Gleichzeitig sind katholische Pfarreien immer wieder auf der Suche nach Menschen, die ihre vielfältigen Aufgaben mittragen und das Gemeindeleben lebendig halten.
Unsere Serie stellt in loser Folge verschiedene Ehrenämter vor, die Interessierte übernehmen können. Sie zeigt, wie vielfältig Engagement in der Kirche sein kann, welche Freude es schenkt – und welche Bedeutung es für das Miteinander in der Gemeinde hat. Dieses Mal geht es um die Kommunionkatechese.
Traditionell findet in jeder Pfarre am Weißen Sonntag (erster Sonntag nach dem Ostersonntag) die Erstkommunion statt. Abweichend davon kann jede Kirchengemeinde eine individuelle Datierung des Festtages vornehmen. Für St. Cornelius und Peter gelten die Termine 12. April 2026 und die beiden darauffolgenden Sonntage.
Die Kommunionkinder selbst erhalten eine inhaltliche Vorbereitung auf ihren wichtigen Tag, die auch als Kommunionkatechese bezeichnet wird. Die Eltern bestimmen hierzu aus ihrem Kreis Freiwillige, die sich dieser Aufgabe annehmen.
In diesem Jahr hat sich Sandra Stratmann ohne Zögern bereiterklärt, die Katechese ein weiteres Jahr zu übernehmen, nachdem ihr eigener Sohn im Frühjahr an der Erstkommunion teilgenommen hat. Ihre Hauptmotivation besteht darin, „den Kindern einen Weg zu Gott zu ebnen“. Sie möchte „ihnen die Kirche von einer anderen Seite aus“ zeigen, indem sie eine individuelle, sehr anschauliche Herangehensweise wählt. Im Mittelpunkt der Gruppenstunden stehen ausgewählte Aspekte des Neuen Testaments, beispielsweise die Begegnung Jesu‘ mit den Zöllnern. Um den Begriff „Zöllner“ zu erklären, müssen die Kommunionkinder der Katechetin ein Pfand abgeben.
Die Kinder selbst bringen ganz viel Neugier und Interesse mit und freuen sich auf jede Gruppenstunde – was wiederum Frau Stratmann freudig stimmt und ihr Engagement belohnt. Gruppenstunden finden jeden Montag um 15:30 Uhr statt.
Insgesamt gehören zur Vorbereitung auf die Erstkommunion auch ein Gemeinschaftsprojekt, die Gestaltung der Kommunionkerze. Am weißen Sonntag wird darauf ein Regenbogen, die Sonne und die Namen der Kinder zu sehen sein; außerdem der Workshop „Gottesdienst“ von Heike Wolters. Der Besuch von sechs Familienmessen in St. Ulrich und die Durchführung der ersten Beichte in der Pfarrkirche St. Cornelius vervollständigen das bewährte Konzept.
Ute Hölter
